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Schlagerstar Helene: «Es macht Spass, Schwächen zu haben»

Helene Fischer im Interview mit der Aargauer Zeitung

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Schlagerstar Helene Fischer hat mit ihrer CD in allen deutschsprachigen Ländern Platz eins erobert. Von einer Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen, wie es Beatrice Egli oder Andrea Berg tun, will sie nichts wissen. «Ich sehe kein Bedürfnis», sagt sie.

Sie haben Ihre gesamte Konkurrenz von Miley Cyrus und Cher über die Schweizer Stars Adrian Stern und Bastian Baker bis zu Kastelruther Spatzen und Michael Mittermeier hinter sich gelassen. Was bedeuten Ihnen dieser Erfolg?

Helene Fischer: Natürlich ist es eine tolle Auszeichnung, dass die Menschen in die Läden gestürmt sind und das neue Album gekauft haben. Nicht nur in Deutschland, sogar in der Schweiz und in Österreich steht die CD auf Platz eins. Dies ist ein persönlicher Rekord, auf den ich mit unserem Team, dem Produzenten und der Plattenfirma kräftig angestossen habe.

Die Platte beginnt mit dem Lied «Fehlerfrei». Wie können Sie dieses Lied glaubhaft singen, wo Sie doch so makellos wirken und sich oft als Perfektionistin bezeichnen?

Helene Fischer: Ich konnte die Fragen zu meiner angeblichen Perfektion nicht mehr hören. Da musste einfach ein Lied her, das besagt: Hey, natürlich bin ich nicht fehlerfrei. Auch ich habe meine Macken und die werden im Song mit einem Augenzwinkern beschrieben. Ich kann wunderbar über mich selber lachen und halte mich über meine Fehler nicht lange auf. Man sollte sich selbst nicht so ernst nehmen. Es macht Spass, Schwächen zu haben!

Andrea Berg und Beatrice Egli, die momentan nach Ihnen im Schlagergeschäft am meisten Platten verkaufen, werden von Dieter Bohlen produziert. Könnten Sie sich das auch vorstellen?

Helene Fischer: Da mein Produzent Jean Frankfurter und ich ein Werk geschaffen haben, mit dem ich mich pudelwohl fühle, sehe ich kein Bedürfnis, auch noch mit Dieter Bohlen zusammenzuarbeiten. Ich glaube auch nicht, dass er solche Ambitionen hat.

Wie gut kennen Sie Beatrice Egli?

Helene Fischer: Weil man wusste, dass sie ein grosser Fan von mir ist, durfte ich sie vor dem «Deutschland sucht den Superstar»-Finale überraschen. Sie wurde unter einem anderen Vorwand in ein Hotel bestellt und ich habe mich dort mit ihr getroffen. Ich habe ihr viel Glück gewünscht und mich sehr gefreut, dass sie dieses Finale dann auch gewonnen hat.

Gibt es neben einer sportlichen Rivalität auch eine verbindende Freude, dass drei Frauen wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Schlager nach einer längeren Baisse wieder populär ist?

Helene Fischer: Ja, absolut. Andrea Berg, die seit über zwanzig Jahren im Geschäft ist, ich mit acht Jahren Erfahrung und Beatrice Egli, die neu dazugekommen ist, verkörpern drei Showbusiness-Generationen. Wir haben zwar einen unterschiedlichen Stil, aber es fühlt sich gut an, den Schlager gemeinsam ein bisschen aufzumischen.

Live wechseln Sie mindestens ein halbes Dutzend Mal Ihre Kleider. Ist das die Verwirklichung eines Mädchentraums?

Helene Fischer: Ja, bei mir wurde schon früh klar, dass ich einen Beruf ergreifen muss, in dem ich mich verkleiden und in verschiedene Rolle schlüpfen kann. Es gibt von mir Kinderfotos in den viel zu grossen Schuhen meiner Mutter, und zu Geburtstagen und Feiern habe ich schon früh mehrere Kleider zum Wechseln mitgenommen. Darauf habe ich Musical studiert und kann nun mit viel Vergnügen meine Bühnenoutfits auswählen.

Wie geht es mit Ihrer eigenen «Helene Fischer Show» weiter?

Helene Fischer: Die dritte Ausgabe wird wie bisher an Weihnachten im Schweizer Fernsehen, dem ORF und dem ZDF ausgestrahlt. Momentan sind wir noch auf der Suche nach Ideen, wie wir die Zuschauer begeistern können. Zudem werden viele tolle Kollegen, mit denen ich schon lange mal auf der Bühne stehen wollte, zu Gast sein.

Quelle: aargauerzeitung.ch
Von Reinhold Hönle

 

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