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Tonnenweise Post von treuen Fans

TV-Moderator Florian Silbereisen und Sängerin Helene Fischer werden täglich von Dutzenden Fans zum Weitermachen animiert.

helene fischer & florian silbereisen

Freude an ihrem Erfolg: Florian Silbereisen und Helene Fischer kriegen hautnah mit, wie stolz ihre Fans auf sie sind.

Der Fernsehprofi und die Chartstürmerin sind seit mehreren Jahren privat ein Paar. Beruflich sind sie hingegen wesentlich am breiten Comeback deutschprachiger Volksmusik beteiligt.

Auch dank Florian Silbereisen und Helene Fischer ist eine Musikrichtung, die vielen früher als schwülstig galt, heute wieder im Mainstream angelangt. Gegen beide hagelte es in der Vergangenheit oft Kritik, unbeirrt hielten sie jedoch an ihren Überzeugungen fest.

Das Stehvermögen der beiden hat sich mittlerweile ausgezahlt. Von ihnen moderierte Sendungen erzielen regelmäßig Rekordquoten, und die Singles der gebürtigen Sibirierin schießen immer wieder an die Spitze der Charts.

Sogar intellektuell von sich selbst sehr eingenommene Blätter wie die ‚Süddeutsche Zeitung‘ gehen neuerdings dem schier unbegreiflichen Phänomen auf den Grund, wie es nur sein kann, dass Florian Silbereisen und Helene Fischer derart erfolgreich sind. Eine einfache Erklärung hat etwa Redakteurin Ruth Schneeberger ein einem Beitrag vom 19. Januar parat.

Bei dem überwiegend fünfzigjährigen Publikum der beiden Volksmusik-Stars werde einfach geschätzt, dass man ausnahmsweise mal die Texte eines Liedes verstehen könne, die man höre, mutmaßt sie. Schließlich, so die Vermutung, könne es mit den Englischkenntnissen der Fans nicht weit her sein.

Das ist natürlich als Erklärung latent arrogant und auch beleidigend für die Fans von Florian Silbereisen und Helene Fischer. Überhaupt liefert die These keinerlei Anhaltspunkt darüber, warum ausgerechnet auch so viele junge Leute an den Shows der beiden Gefallen finden.

Vom Erfolg der Illustrierten ‚Landlust‘ bis hin zu Trachtenmode und Berlin Fashion Week ist einfach vieles wieder ‚in‘, was mit Heimat und der eigenen Kultur zu tun hat. Was in vielen anderen Ländern schon längst normal ist (man denke an französische Chansonniers und das italienische Sanremo-Festival), ist nun eben auch in Deutschland wieder angesagt.

Nicht von ungefähr kommentiert ein Leser namens ‚Josephus‘ den SZ-Artikel: „Nur weil jemand Englisch singt, ist es noch nicht a priori gedankenschwer und tiefgründig.“ Es folgt die Übersetzung eines Song-Textes von Robbie Williams mit dem Kommentar: „Wenn das mal nicht schwülstig ist…“

Florian Silbereisen und Helene Fischer scheinen ihren Zuhörern also direkt aus dem Herzen zu sprechen. Und das ist allemal einfacher in der Muttersprache, mit der man aufgewachsen ist, und die man im alltäglichen Leben mit seinen Liebsten spricht, als in einer Fremdsprache. Auch wenn man sie perfekt beherrscht.

Quelle: europolitan.de

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